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Geschichten über Bilder, die irgendwann irgendwo s o n s t entstanden sind.

Christina Hanck

Christina Hanck

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Wer gern malt, für den ist das kleine Dorf Roussillon in der Provence ein unbedingtes Reiseziel. Alle natürlichen Farben von Gelb über Ocker, bis hin zu den verschiedenen Rot- und Brauntönen, gibt es als natürlich vorkommende Pigmente in den Bergen rund um den Ort. Und selbst das Dorf thront auf einem der sogenannten Ockerfelsen. Noch bis in die 1950er Jahre wurden in den Bergen dort die Farbpigmente abgebaut und veredelt. Die Reste der Tagebaue haben sich durch Wind und Wetter so verändert, dass sie Schluchten gebildet haben, durch die man auf einem Wanderweg streifen kann. Und dabei kann man sich nicht satt sehen an den unterschiedlichsten warmen Farbtönen. Wenn als Kontrast dazu der Himmel blau erstrahlt, hat man die herrlichsten Farbkontraste und kann einfach nur über Malerei nachdenken. Ständig möchte man die Erde und den Sand zwischen den Fingern verreiben um dem Geheimnis der Farben auf die Spur zu kommen. Und so ist es kein Wunder, dass man sich im Souvenirladen am Ende des „Sentier des Ocres“ (des Ockerlehrpfades) ein paar kleine Gläschen mit den Farbpigmenten kauft. Wer weiß, vielleicht mischt man sich daraus mal Farben, um eine Erinnerung an diese leuchtende Landschaft zu malen.

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Blick auf Roussillon. Rechts ist ein Teil des Ockerfelsens zu sehen, auf dem das Dorf thront.

 

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Die Farbenvielfalt der Ockerfelsen scheint unerschöpflich.

 

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Sehr charmante selbst gemalte Ladenschilder, die die verkaufbaren Farbpigmente bewerben.

 

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Bemaltes Eingangstor in Roussillon.

 

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Viele Fotografen sagen, dass Venedig „totfotografiert“ ist. Natürlich hat man selbst viele Bilder von dieser außergewöhnlichen Stadt im Kopf, bevor man sich überlegt, was man dort ansehen und vielleicht fotografieren möchte. Trotz aller bildlichen Zitate, die man reproduzieren könnte, verzaubert Venedig noch immer. Mich jedenfalls fasziniert die Stadt nach wie vor sehr. Interessanterweise fotografieren die Touristen gar nicht mehr so viel, jedenfalls nicht die Stadt. Die malerischen Kanäle, Brücken und Gassen dienen nun als Kulisse für die Selbstrepräsentation. Selfiesticks mit Smartphones bestückt und ein Dauergrinsen im Gesicht, und das eigentliche Venedig erblicken manche nur auf dem Display. Venedig als Hintergrund! Deshalb rücke ich hier einmal besondere Details in den Vordergrund. Das alles sind kleine Hausmarken an den Fassaden der Häuser und man kann sie überall in vielfältigster Form in Venedig entdecken.

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Wenn die Touristen und die in Venedig arbeitenden Menschen auf dem Bahnhof Santa Lucia ankommen, haben sie keine Geduld bzw. keine Zeit, länger auf dem Bahnhof zu verweilen. Als wir an einem Vormittag Ende Dezember 2018 dort ankamen, herrschte über der Lagunenstadt dichter Nebel. Und da man kaum das andere Ufer des Canal Grande erkennen konnte, schauten wir uns erst noch einen Moment auf dem Bahnhof um, in der Hoffnung, dass die Sonne den Dunst schon bald auflösen würde. Im Vergleich zu den schmalen Gassen und Kanälen der Altstadt, kam uns der Bahnhof riesig vor. Im Abstand von nur einigen Minuten kommen dort die Züge an und der größte Teil  der Menschen eilt sofort auf die Anlegestellen der Boote zu, der Wasserbusse (Vaporetto) und Wassertaxis, oder verteilt sich in die unzähligen Gassen. Wir hielten noch einen Moment auf dem Bahnhof inne, bevor auch wir uns auf den Weg machten.

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Eigentlich braucht man es nicht mehr zu erwähnen. Der Frühling war zu heiß und der Sommer war zu heiß und zu trocken. Bevor die Hitze so richtig einsetzte, beschlossen wir im März unseren Urlaub im Sommer in Südfrankreich und Nordspanien zu verbringen. Carcassonne und Bilbao sollten zwei Orte sein, die wir entdecken wollten. Und auch eine Wanderung durch die Picos de Europa, ein malerisches, spanisches Hochgebirge, wollten wir machen. Die Pensionen und Zeltplätze waren geplant und gebucht und die Reiseroute festgelegt, so dass es auch viel zu fotografieren geben würde. Aber dann kam die Hitze und A. hatte einen schweren, unverschuldeten Fahrradunfall und wir beschlossen, noch einmal nach Skandinavien zu fahren. Temperaturen unter 20 Grad, bedeckter Himmel und auch mal Regen, grüne Wiesen, schneebedeckte Berge und Gletscher, das lockte uns nach Norwegen. Neben der Natur hatte ich nur den großen Wunsch, das Roald-Amundsen-Museum in Oslo zu besuchen.

In Norwegen dann, war das Wetter so wechselhaft, und auch so regnerisch, dass wir das eine oder andere Mal das Zelt gegen eine kleine Hütte tauschen mussten. Wir fanden das nicht schlimm. In Oslo besuchten wir drei der vier großen Entdecker- und Schifffahrtsmuseen. Dort konnte man die Originalschiffe von Fridtjof Nansen, Roald Amundsen und Thor Heyerdahl besichtigen. Die Gjøa und die Fram durfte man genauestens erkunden. Das Kon-Tiki-Floß konnte man natürlich nicht betreten. Der Tag in diesen Museen war ein großartiger Tag. Als Jugendliche habe ich viele Bücher über die Entdeckungen der Welt gelesen. Zum damaligen Zeitpunkt hätte ich mir nicht vorstellen können, dass ich eines Tages einmal an Bord der Fram stehen würde oder in die Lagerräume des Schiffes hinuntersteigen könnte und die Kajüten der Polarforscher sehen würde.

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Landschaft unterhalb der Gletscher des Briksdalen. (Foto: Christina Hanck)

 

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Der Gletscher Briksdalsbreen ist ein Seitenarm des Jostedalsbreen und befindet sich im nördlichen Teil des Briksdalen. (Foto: Christina Hanck)

 

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Rentiere im Jotunheimen Nationalpark. (Foto: Andreas Bauer)

 

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Diorama im Frammuseum Oslo: Überwinterung der Mannschaft rund um den Polarentdecker Roald Amundsen in der Antarktis. Die Vorräte werden von der Fram gebracht. Der Wettlauf zum Südpol beginnt. (Foto: Andreas Bauer)

 

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Blick auf die Gjøa im Frammuseum. Die Gjøa war das Schiff, mit dem Roald Amundsen 1906 die Nordwestpassage bewältigte. (Foto: Christina Hanck)

 

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Der Laderaum der Fram mit den Vorräten für die Bezwingung des Südpols. (Foto: Christina Hanck)

 

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Amundsen hielt viele Vorträge und hatte Kontakte zu Sponsoren, um seine Reisen finanzieren zu können. (Foto: Christina Hanck)

 

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Das berühmte Floß Kon-Tiki, mit dem Thor Heyerdahl und seine Mannschaft 1947 den Pazifik überquerten. (Foto: Christina Hanck)

 

Mit diesen Bildern im Kopf fuhren wir weiter an den Fjorden entlang in Richtung des Atlantiks. Dort kreuzten allerdings nur riesengroße Kreuzfahrtschiffe unseren Blick. Diese Reisenden beneideten wir nicht, während wir die Einsamkeit auf der kleinen Insel Runde genossen.

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Blick in der Geirangerfjord. Eines der beliebtesten Ziele für die Kreuzfahrtschiffe. Tausende von Passagieren strömen gleichzeitig in den kleinen Ort Geiranger, der normalerweise knapp 250 Einwohner hat. (Foto: Andreas Bauer)

 

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Auf der kleinen Insel Runde, nördlich von Bergen, an der Atlantikküste. (Foto: Andreas Bauer)

 

 

 

 

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