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Geschichten über Bilder, die irgendwann irgendwo s o n s t entstanden sind.

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Sonntagvormittag. Noch hängt Nebel im Wald. Im Hintergrund steht eine Ruine, die einst zu dem ausgedehnten Gebäudekomplex der Lungenheilstätten Beelitz gehörte. Das Sonnenlicht bringt das Laub so richtig zum Leuchten. Waren diese Häuser noch vor einigen Jahren eine Art Geheimtipp für Fotografen und andere an Ruinen und Geschichte interessierte Menschen, so wird seit wenigen Wochen der Wald rund um die darin befindlichen, verfallenden Gebäude von vielen Touristen besucht. Inmitten des Waldes erhebt sich ein Baumwipfelpfad, teilweise direkt über ein Gebäude hinweg errichtet. Und so kommen an den Wochenenden viele Besucher um sich (gefahrlos von dem Steg aus) das Gelände und die Häuser anzusehen. Das Geheimnisvolle und auch Verbotene ist zwar weg. Aber vielleicht ist es ein guter Weg, um weitere Gebäude der Lungenheilstätten aus der Gründerzeit vor dem Verfall zu bewahren, indem man dieses große Interesse schafft. Aber erst einmal war über den Wolken nichts mehr zu spüren vom herbstlichen Nebel. Weit leuchteten die Blätter der Eichen und Buchen. Und man konnte noch einmal richtig die Sonne genießen.

 

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Zerbrochenes Glas im Fenster eines verlassenen Krankenhauses und abblätternde Farbschichten in den Zimmern und Fluren dieser ehemaligen Lungenheilstätte in Beelitz bei Potsdam, locken Menschen an. Außerdem wird Kunst gezeigt, in diesen morbiden Gemäuern. Junge Kunst von Kunststudenten aus aller Welt wird zwei Tage präsentiert. Viele Besucher nutzen diese Ausstellung aber auch, um legal einen Blick in die sonst verschlossenen und verfallenden Lungheilstätten zu werfen. Mich fasziniert die Poesie einiger Kunstwerke, die eins wurden mit dem sie umgebenden Raum. Die Natur erorbert sich den genommenen Platz zurück. Aber auf eine märchenhaft poetische Art und Weise: Efeu „ergießt“ sich durch geöffnete Fenster über den Boden. Die Pflanzen geben sich nicht mehr mit den äußeren Mauern zufrieden. Schmetterlinge ziehen sich zurück ins dunkle, kühle Gemäuer...

 

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Installation von Vanina Tsvetkova (Bulgarien).

 

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Installation von Oya Özkan (Türkei).

 

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Treppenhaus in einem der Gebäude der Beelitzer Heilstätten.

Unbekannter Künstler. Foto: Andreas Bauer

 

 

 

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