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Geschichten über Bilder, die irgendwann irgendwo s o n s t entstanden sind.

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Die Farbe Orange leuchtet in vielen Abstufungen. Von Gelborange bis Orangerot. Und trotzdem ist die Farbbezeichnung Orange auch recht zweideutig. Hat man doch immer das Bild im Kopf von einer prallen Orangenfrucht. Und doch waren wir, die Auszubildenden und ich, nach der Sichtung der ersten Bilder angetan von der Vielfalt der orangefarbenen Momente. Ziel war es, die Kalenderreihe der bisher gestalteten farbigen Momente (grün, blau und weiß) zu ergänzen mit der Farbe Orange für das Jahr 2016. Zum Schluss mussten wir fast suchen nach DEM Foto mit DER Orange. Zu den ausgewählten Fotos sollte es auch einen passenden Text geben. Allerdings inspirierte die Farbe Orange nicht alle Dichter und Denker. Da blieben es schon eher die Geschichten, die sich um die Orangen drehen, auf die wir bei unserer Textrecherche stießen. Man denke nur an die weltberühmte Oper von Sergej Prokofjew „Die Liebe zu den drei Orangen“. Der Titel des Kalenders wurde nach reiflicher Überlegung von der deutschen Bezeichnung der orangenen Momente in das sehr vielversprechende italienische „Momenti Arancio“ übertragen. Ich hoffe, wir können dieses Versprechen mit unserer Bild- und Textauswahl auch einlösen.

 

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Welch eine Herausforderung, sagte der Offsetdrucker, als er das erste Mal von diesem Projekt hörte. Weiß ist doch keine Farbe, bemerkte er. Wie sollen wir weiße Bilder auf weißes Papier drucken? Ist Weiß nicht ein Zustand? Was zwischen Weiß und Schwarz liegt, das ist Farbe, war sein Resümee. Technisch gesehen lässt sich im Offsetdruck auch kein Weiß auf weißes Papier so drucken, dass etwas Ansehenswertes dabei herauskommt. Aber auch Weiß, wenn es sichtbar werden soll, setzt sich aus den vier Grundfarben Cyan, Magenta, Gelb und Schwarz zusammen, allerdings mit einem prozentual geringem Farbauftrag. Aber mittels Lupe sind bei jedem unserer gedruckten (und technisch aufgerasterten) Fotos auf den wöchentlichen Kalenderblättern für das kommende Jahr, die farbigen kleinen Rasterpunkte zu erkennen. Sie variieren in Größe und im Abstand zueinander und ergeben so ein fast farbig-weißes Bild. Wenn alles gut läuft mit dem Druck des Kalenders erleben wir also, wie die „Schwarze Kunst“ tausende Weißabstufungen erzeugt. Und so wird sich der Wochenkalender „Weiße Momente“ für 2015 hoffentlich gut einreihen in die Grünen (2012) und Blauen Momente (2013). Neben den Bildern wird es auf der Rückseite des Blattes immer einen interessanten kleinen Text zum Thema Weiß geben.

 

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 Foto: Andreas Bauer

 

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Foto: Christina Hanck

 

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Foto: Christina Hanck

 

 

 

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Im April letzten Jahres habe ich von einem Ausbildungsprojekt berichtet, bei dem wir mit den Auszubildenden zu selbstgewählten Begriffen mit Farbe und Pinsel gemalt haben. 49 kleine, 25 mm große, quadratische Felder sind jeweils entstanden. Im September gab es dann 24 fertige Blätter mit Wörtern wie Natur, Paradies, Freiheit, Zeitlupenherzen, Film, Rugia, Barock oder Wagnerianer. So konnten jeweils zwei Blätter einen Monat füllen. Nach den üblichen hektischen Phasen des Layouts, des Korrekturlesens, des Druckens und der buchbinderischen Herstellung, war der Kalender trotzdem pünktlich im Dezember fertig. Seit einer Woche ist ein Exemplar mein Begleiter für die nächsten 12 Monate. Da der Kalender im wahrsten Sinne des Wortes sehr kleinteilig ist, hängt er im Flur, an einer Stelle mit viel Licht und ohne Abstand zum Betrachter. Wenn ich richtig gezählt habe, malten 17 Leute mit und fast alle haben einen kleinen Text, auch in Englisch, beigesteuert. Das Wichtigste bei so einem Projekt ist, dass alle Beteiligten ihren Beitrag liefern, technisch und gestalterisch umsetzbar. Im Laufe des Jahres werde ich auf alle Fälle noch einmal das Blatt zum Thema Film genauer vorstellen. Dazu gibt es noch einen Quiz!

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Der Januar startet mit einem Blatt von Antje Waldenburger.

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Die zweite Hälfte des Januar ist von Caroline Schwarz.

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Meine beiden Begriffe sind Barock und Elbe. Sie kommen aber erst im Sommer.

 

 

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In der Ausbildung beschäftigen wir uns im Moment mit dem Thema Farbe. Wahrscheinlich ist es dem langen Winter geschuldet, der ja auch als einer der dunkelsten in die Geschichte der Wetteraufzeichnung eingegangen ist. Neben dem Kennenlernen und Anwenden verschiedener Farbkontraste und Farbharmonien, gehört für die Auszubildenden zu dieser Aufgabe auch das Entwickeln von Farbassoziationen zu einem selbst gewählten Begriff. Farbflächen werden mit Pinsel und Aquarellfarben auf Karton gemalt. Es entstehen unterschiedliche Muster und Strukturen. Daraus ausgeschnitten erhält man kleine Quadrate, die auf einem Blatt zu einer Serie angeordnet werden. Wir lassen uns dabei vom „Farbwörterbuch“ inspirieren. Das Farbwörterbuch, erschienen bei Callway, stellt 360 Adjektive als Farbnuancen vor, mit jeweils 49 Einzelfarbproben. Diese freien Farbassoziationen werden farbanalytisch aufbereitet durch die festgelegten Farbtöne des RAL-Systems. „Die Farbnuancierungen eines jeden Begriffs sind bis zu einprozentigem Anteil des jeweiligen Farbspektrums in akribischer Arbeit mit Farben des 1625 Einzeltöne umfassenden RAL DESIGN Systems verglichen, abgegrenzt und kodifiziert worden.“ (Wolf D. Karl, Geschäftsführer RAL gGmbH)

Reizvoll an dieser Aufgabe ist die Verbindung von Farbe und Sprache. Es regt ungemein die Phantasie an. Im Zusammenspiel von Farben und Strukturen mit einem Begriff ergeben sich bestimmte Narrationen, die nicht nur sprachlich gefasst sind, sondern einen größeren Spielraum der Gedanken- und Vorstellungswelt eröffnen. „Jedenfalls, das ist wohl die Essenz dieser farbigen Wortbilder, bedeutet Sprache mehr als intellektuelle Erkenntnisgewinnung, sondern stellt ein lebendiges, bewusst bis unbewusst eingesetztes Instrument einer sehr emotionalen Wahrnehmung und Weitervermittlung von Informationen dar.“ (Prof. Axel Venn)

Als Ergänzung dieser Farbstudien besuchen wir die Ausstellung: Kosmos Farbe. Itten – Klee. In dieser Ausstellung werden beide Künstler mit ihren Farblehren vorgestellt. Ich bin darauf gespannt.

 

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