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Geschichten über Bilder, die irgendwann irgendwo s o n s t entstanden sind.

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Und so schreibt Theodor Fontane in seinen Wanderungen durch die Mark Brandenburg: Bei Fürstenwalde haben wir auf unsrem Rückwege die Spree nach Norden hin passiert und erreichen nach einstündiger Fahrt das von Massowsche Gut Steinhöfel. Steinhöfel gehörte mehrere Jahrhunderte lang dem Güterkomplex an, den die in eine Tempelbergsche und eine Steinhöfelsche Linie geteilte Familie von Wulffen im Herzen des alten Landes Lebus besaß. Die Wulffens beider Linien blühten hier mehrere Jahrhunderte lang, bis, wenn die Sage recht hat, zu Anfang des vorigen Jahrhunderts ein Wendepunkt eintrat. Das Schloß freilich blieb zunächst noch dasselbe, der Park aber ward in allem Wesentlichen zu dem gemacht, was er jetzt ist. Er zählt zu den schönsten, die wir in der Provinz besitzen. Was ihm indessen über die Schönheit seiner Linien und Details hinaus ein besonderes Interesse leiht, ist der Umstand, daß er der erste Park hierlandes war, dessen Anlage nach Prinzipien erfolgte, die seitdem in der Park- und Gartenkunde die herrschenden geworden sind. Es ist dies bekanntlich der Sieg des Natürlichen über das Künstliche, des Gebüsches über den »Poetensteig«, des englischen oder, wie einige wollen, des altchinesischen Geschmacks über den französischen. Steinhöfel ist ein schönes und reizend gelegenes Gut. Es liegt an der Stelle, wo der breite Sandgürtel, der sich nördlich von Fürstenwalde hinzieht, in ein frischeres und fruchtbareres Terrain übergeht. Das Schloß hat in der Schinkelschen Zeit eine Renovierung erfahren.

Das war unsere Radtour am Karfreitag...

 

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Seit einiger Zeit zeigen wir unsere aktuellen und unsere besten Fotos bei 500px, einer Online-Fotocommunity, die am 31. Oktober 2009 von Oleg Gutsol und Evgeny Tchebotarev in Toronto gegründet wurde.

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Aus dem Portfolio von Andreas.

Eine Steingeiß klettert an der Staumauer des Cingino-Stausees in den italienischen Alpen.

 

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Aus dem Portfolio von Christina.

Sonnenuntergang über dem Havelland bei Strodehne, Land Brandenburg.

 

 

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„Fass mal lieber nicht an das Metallgeländer“ meinte A. beim Blick in den dunkler werdenden Himmel, als wir am frühen Abend auf dem Rückweg zu unserem Auto waren, das auf dem Parkplatz an der Seepromenade von Stresa am Lago Maggiore stand. Wir hatten einen Bootsausflug auf die Borromäischen Inseln gemacht. Zwischendurch war es etwas regnerisch, aber die Stimmung im Park der Isola Bella wurde durch den Regen eher schöner. Nur noch ein paar Fotos von der aufziehenden Gewitterstimmung machen, dachte ich, als ich den kleinen Ausguck mit dem Metallgeländer direkt am Seeufer betrat. In der Mitte stand dort ein Fahnenmast mit der italienischen Fahne und meine Aufmerksamkeit wurde noch für einen Moment von der Gedenktafel darunter gefesselt, auf der einem arabischen Scheich gedankt wurde. Bevor ich meinen Gedanken zu Ende bringen konnte, was der Scheich mit der italienischen Flagge zu tun hat, schlug ca. 85 m neben mir ein Blitz ein. Direkt in eine der Palmen, die am Ufer des Sees standen. Der Knall war ohrenbetäubend. Mein Schreck riesengroß, da ich selbst den Blitz gesehen hatte, wie er in den Baum fuhr. Die Promenade war noch belebt zu diesem Zeitpunkt. Aber es war anscheinend nichts passiert. Wir Besucher hatten alle Glück gehabt und waren mit dem Schrecken davon gekommen. Ich wollte mir hinterher nicht vorstellen, was da alles hätte passieren können, wenn ich mich vielleicht doch einen Moment lang auf das Geländer aufgestützt hätte um auf das Wasser zu schauen. Oder der Blitz in den Fahnenmast eingeschlagen wäre, der noch ein bißchen höher war als die Palme. Dieser eigentlich normale 31. Juli erhielt plötzlich eine ganz besondere Bedeutung für mich.

 

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Blick zur Isola Bella mit der weltberühmten Gartenanlage.

 

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Regen im Park auf der Isola Bella.

 

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Gewitterstimmung über dem Lago Maggiore.

 

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Vom Blitz getroffene Palme an der Promende von Stresa am Lago Maggiore.

 

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Einsatz der Feuerwehr an der Promende.

 

 

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Viele Jahre habe ich gebraucht, um endlich einmal nach Kroatien fahren zu wollen. Die Vergangenheit des Bürgerkrieges zwischen Kroatien, Bosnien und Serbien, das damit verbundene Grauen und die Verbrechen an der Bevölkerung, machten es schwer, unbefangen nach Kroatien zu reisen. Natürlich ist der Bürgerkrieg über 20 Jahre her. Aber ich erinnere mich noch sehr deutlich an das Gefühl der Ohnmacht, das man bei den Bildern und Berichten während der Nachrichten (und darüber hinaus) hatte. Mitten in Europa passierten diese schrecklichen Verbrechen! In meinen Augen war der Krieg durch nichts legitimiert. Auch nicht durch die politische Entwicklung nach dem Auseinanderbrechen des jugoslawischen Staates und seiner föderativen Teilrepubliken. Doch in diesem Jahr stand der Plan fest: ein paar Tage durch Kroatien zu reisen. Die Eckpunkte sollten Split, Dubrovnik, die Kornati Inseln und der Nationalpark Plitvicer Seen sein.

Die Schönheit dieser Teile des Landes, die wir dann im April bereisten, war überwältigend. Besonders beeindruckend jedoch war der Tag, den wir trotz Regen im Nationalpark Plitvicer Seen verbrachten. Wenn es Bilder für ein Paradies auf Erden geben sollte, dann würde man diese dort finden. Entlang der Seen und Wasserfälle schlängeln sich die schmalen Holzplanken und Stege. Unablässig rauscht und plätschert das Wasser. Die ganze Farbpalette scheint sich im Spektrum zwischen Türkis und Grün zu bewegen. Andere Farben kommen nicht vor. Dafür sind die Formen und Strukturen der Bäume und Blätter umso vielfältiger. Ach was, das Ganze ist ein Beispiel für die Vollkommenheit der Natur. Selbst wenn mit uns einige unverdrossene Touristen durch diese Landschaft laufen, so fühlen wir uns doch sehr für uns und mit der Natur verbunden. Der Regen stört uns nicht, aber wir müssen auf unsere Kameras aufpassen. Ohne zu fotografieren würde es dann doch nicht gehen.

1949 wurde der Nationalpark im hügeligen Karstgebiet Mittelkroatiens gegründet. 1979 wurden die Plitvicer Seen dann als eines der ersten Naturdenkmäler in das UNESCO-Weltnaturerbe aufgenommen. Im Laufe der Zeit verändern sich die Seen und Wasserfälle, da sich Mineralien und Pflanzen auf den im Wasser liegenden Kalksteinen ablagern. Aus diesem Kalktuff bildet sich dann langsam Travertin. So entstehen für das Wasser erste Hindernisse und Barrieren und es sucht sich einen anderen Weg durch die Karstlandschaft. Das Türkis des Wassers wird durch das Kalkgestein am Grund der Seen hervorgerufen.

 

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