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Geschichten über Bilder, die irgendwann irgendwo s o n s t entstanden sind.

2019

Ein Bild von einem Sommertag. Wo sind sie, die auf die Havel Blickenden? Zu heiß? Zu windig? Bier holen, Wein holen? Was hat sie vertrieben? Waren die Stühle nur für eine kurze Mittagspause an den Fluß gestellt und dann vergessen worden? Ein stiller Moment, eingefangen in einem Bruchteil einer Sekunde. Kein Dampfer oder Motorboot oder Ruderboot kommt vorbei. Nicht einmal eine neugierige Ente schwimmt des Wegs. Potsdam an der Havel scheint die reine Idylle zu sein. Nichts und niemand steht oder sitzt zwischen den Stühlen.

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2060

Nichts sehnlicher wünsche ich mir herbei als den Frühling, so im Sinne von: „Vom Eise befreit sind Strom und Bäche“. Im Havelland bedeutet das jedoch in erster Linie Hochwasser. Für uns Fotografen ist das Hochwasser eine Chance, besondere Landschaften zu entdecken. Für mich sind das die Kopfweiden, die an den Altarmen der Havel stehen. Sie prägen zu jeder Jahreszeit die Landschaft. Im Winter, aber besonders während des Hochwassers, sind sie besonders reizvoll, ja fast schon märchenhaft. Die Spiegelungen im stillen Wasser lassen den Uferstreifen zu einem Wald werden, aus dem es kein Entrinnen gibt. Im Kofferraum haben wir unsere Gummistiefel. Wenn wir diese anziehen, können wir uns langsam durch das Wasser bewegen, um besser fotografieren zu können. Fast vergessen ist dabei dann die Frühlingssehnsucht.

 

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