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Geschichten über Bilder, die irgendwann irgendwo s o n s t entstanden sind.

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Am Freitag, den 26. Juni 2020, war es wieder soweit: Die halbe Innenstadt von Potsdam war gesperrt. Eine Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg wurde in der Havel, in der Nähe des Hauptbahnhofs, gefunden und musste entschärft bzw. in diesem Fall sogar gesprengt werden. Beide Havelbrücken waren gesperrt. Drei Altenheime mussten evakuiert werden. 13000 Einwohner ihre Wohnungen verlassen. Einige, wenige Leute wollten nicht aus ihren Wohnungen hinaus und verzögerten die Entschärfung. Dann zog ein Gewitter auf. Um 15.00 Uhr konnte die Bombe endlich gesprengt werden. Ein Floß aus zusammengebundenem Stroh sollte die Wirkung der Explosion dämpfen. Es ging alles gut! Die Sprengmeister in Potsdam haben ja auch viel Erfahrung (sammeln können). Es ist seit 1990 bereits die 203. Bombe in Potsdam, die unschädlich gemacht wurde. Danke an den Sprengmeister Mike Schwitzke und alle anderen Einsatzkräfte!

(Siehe auch den Artikel in den Potsdamer Neuesten Nachrichten.)

 

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Blick auf die Havel, die neue Fahrt, und die Freundschaftsinsel. Im Hintergrund sieht man die beginnenenden Aufräumarbeiten. (Alle Fotos: Andreas Bauer)

 

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Das Stroh wird eingesammelt. Es hatte sich durch die Sprengung großflächig verteilt.

 

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Bemerkenswert ist es, dass so gut wie keine Schäden entstanden.

 

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Durch die Wucht der Sprengung kam es zu kleineren Rissen auf einem Weg auf der Freundschaftsinsel. Doch selbst außerhalb des Sperrkreises haben viele Einwohner Potsdams die Erschütterung spüren können. 

 

 

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Natürlich ist es nicht besonders originell auf die Jubiläen des Jahres 2019 zurückzublicken. Aber es gab drei so besondere Ereignisse, die man nicht unerwähnt lassen darf. Die drei für mich wichtigsten Jubiläen waren 100 Jahre Bauhaus, 30 Jahre Friedliche Revolution und 100 Jahre Weimarer Republik.

Das ganze Jahr lang gab es eine Veranstaltungsreihe von Gesprächen mit Zeitzeugen, die sich an wichtige Potsdamer Ereignisse der Friedlichen Revolution erinnerten. Der Förderverein des Potsdam-Museums, insbesondere Susanne Fienhold Sheen als Moderatorin und Markus Wicke, der Vereinsvorsitzende, veranstalteten diese Zeitzeugen-Reihe. 30 Jahre sind seit den Ereignissen des Jahres 1989 vergangen. Teilweise sind auch meine Erinnerungen noch genau und plastisch. Ich konnte sie mit den Erzählungen der befragten Zeitzeugen abgleichen. Es waren intensive Abende. Die Zeit für eine Rückbesinnung war einfach reif. Die gelebten Jahre in der DDR waren eine wichtige Zeit für mich. Die Themen der Veranstaltungen reichten von der Schilderung der Arbeitsatmosphäre in Potsdamer (eigentlich Babelsberger) Betrieben, der informellen Kunst- und Kulturszene bis hin zu den wichtigen politischen Ereignissen, wie der Kommunalwahl und der Aufdeckung der Wahlfälschung, der Gründung des Neuen Forums und der Besetzung der Potsdamer Stasizentrale.


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Die Gespräche mit den Zeitzeugen waren der eine Teil des Abends, der andere Teil waren die langen Gespräche danach, am Stehtisch im Foyer des Potsdam-Museums, bei einem Glas Wein. Und die Gespräche waren nicht etwa rührselige Blicke zurück, sondern durchaus kritische Diskussionen mit den „Neu-Potsdamern“, die zahlreich die Veranstaltungen besuchten.

Auf der Website des Fördervereins des Potsdam-Museums sind alle Zeitzeugen-Gespräche noch einmal sehr gut zusammengefasst. Aber auf zwei Veranstaltungen möchte ich genauer eingehen. Andreas Bauer hat im Jahr 1989 wichtige Ereignisse fotografisch begleitet. Neben einer selbst angefertigten Ausstellung für das Pfingstbergfest im Juni 1989, hat er die Ausstellungsposter fotografiert und auch das Fest selbst. Im Juni 1989 hat die Staatssicherheit dieses Fest der Gruppe Argus und der anderen kritischen Bürger engmaschig überwacht.

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Die erste große freie Demonstration der Potsdamer Bevölkerung am 4. November 1989 hat Andres Bauer ebenfalls fotografisch begleitet. Einen Teil dieser Fotos wurden erstmalig (2019) in der Öffentlichkeit gezeigt. Historisch sehr wichtige Fotos sind bei der Besetzung der Potsdamer Bezirksverwaltung der Staatssicherheit am 5. 12. 1989 entstanden. Die Bilder zeigen die Bürgerrechtler, die sich vor dem Eingang der Stasi in der Hegelallee treffen, um sich gemeinsam mit der Volkspolizei und dem Staatsanwalt Zugang zu den Räumen zu verschaffen. Es gab bereits ernst zu nehmende Gerüchte über die Vernichtung der Akten. Diese Zerstörung der Unterlagen sollte unbedingt gestoppt werden. Die sogenannte Besetzung zeigen die Fotos.

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Andreas Bauer hat alle Fotos neu digitalisiert und behutsam Kratzer und Fussel entfernt. Kaum vorstellbar ist es heute, dass jeweils nur eine eng begrenzte  Anzahl von Fotos gemacht wurde. So gibt es von der Besetzung der Stasi nur zwei Schwarz-Weiß Filme mit je 36 Aufnahmen. Die digitalisierten Bilder werden dem Potsdam-Museum zur Verfügung gestellt.

 

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Wir sind sehr gern in der Natur unterwegs, immer auch auf der Suche nach Tieren in ihrer natürlichen Umgebung.
Es ist immer wieder eine große Freude, wenn wir z.B. Kraniche, Störche, Füchse oder Feldhasen entdecken und beobachten können.
Seit längerer Zeit kennen wir auch einen Biberbau in der Nähe von Schiaß und wissen, dass der Biber dort auch noch aktiv ist.
Das zeigen uns immer wieder frisch angenagte Bäume in der Nähe des Biberbaus. Gesehen haben wir den Biber dort leider noch nie.
Diese Woche bekamen wir von einem Freund den Tipp, dass es in Potsdam an der Nuthe Biber gibt.
Nun waren wir diese Woche schon einige Male in der Abenddämmerung und morgends vor der Arbeit an der Nuthe, um die Biber zu beobachten. Wir haben mehrere Biber mit ihren Jungen beobachten können.
Es ist faszinierend, die Biber beim Fressen oder bei der Fellpflege zu beobachten. Oder wie sie liebevoll mit ihren Jungen spielen oder ihnen die wichtigen Dinge des Lebens "erklären".

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Nahrungsaufnahme kann anstrengend, aber auch....

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...erholsam stattfinden.

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Fellpflege ist wichtig und muss dem Nachwuchs "erklärt" werden...

Gemeinsame Fellpflege macht mehr Spaß. Dazu hier noch ein kleiner Film:

 

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Was für ein Start in den Frühling! Das erste Aprilwochenende war geprägt von schon fast sommerlichen Temperaturen. Wir wollten hinaus. Eine Radtour-Empfehlung eines netten Kollegen von Andreas ausprobieren: Gutspark Kladow am westlichsten Rand von Berlin. Ein kleiner Park mit einem Gutshaus, oberhalb der Havel gelegen, sollte das Ziel sein. Der Weg dorthin führte fast immer an Seen oder der Havel entlang. Der Wannsee ließ sich gut mit der Fährverbindung der BVG überqueren, so dass man bequem wieder nach Babelsberg zurück gelangte. Eine gemütliche und schöne Strecke mit überwiegend gut ausgebauten Wegen. Was für eine schöne Ecke, dieses preußische Arkadien, in der wir leben.

 

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