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Geschichten über Bilder, die irgendwann irgendwo s o n s t entstanden sind.

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Was für ein Start in den Frühling! Das erste Aprilwochenende war geprägt von schon fast sommerlichen Temperaturen. Wir wollten hinaus. Eine Radtour-Empfehlung eines netten Kollegen von Andreas ausprobieren: Gutspark Kladow am westlichsten Rand von Berlin. Ein kleiner Park mit einem Gutshaus, oberhalb der Havel gelegen, sollte das Ziel sein. Der Weg dorthin führte fast immer an Seen oder der Havel entlang. Der Wannsee ließ sich gut mit der Fährverbindung der BVG überqueren, so dass man bequem wieder nach Babelsberg zurück gelangte. Eine gemütliche und schöne Strecke mit überwiegend gut ausgebauten Wegen. Was für eine schöne Ecke, dieses preußische Arkadien, in der wir leben.

 

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Endlich war es soweit und ich habe mir die drei aktuellen Ausstellungen im Museum Barberini angesehen. Es war Montag und es gab keine Besucherschlangen. Die Sonne schien. Die impressionistischen Gemälde wirkten durch die tolle Beleuchtung wie frisch gemalt. Es war ein wunderbares Erlebnis, an einem Wintertag die äußerst farbenfrohen und beeindruckenden französischen Impressionisten zu sehen. Ein Saal hatte es mir besonders angetan. In diesem Raum waren Bilder ausgestellt, die vorwiegend Landschaften am Wasser darstellten. Diese Bilder waren so leicht und schön. Ich war erstaunt, wie sehr alle Gemälde auch auf den satt farbig gestrichenen Wänden wirkten. Die Zusammenstellung der Impressionisten war sehr überzeugend. Aber es gab auch schon die ersten Gemälde der Moderne zu sehen, wie die Bilder von Edvard Munch. Ein Highlight waren auch die beiden Säle in denen DDR-Kunst ausgestellt wurde. Ein interessantes Wechselspiel bestand zwischen den Bildern des jungen Willi Sitte und des Staatskünstlers Willi Sitte. Ein Höhepunkt bildete der Raum mit Landschaftsbildern von Wolfgang Mattheuer. In diesem Raum befand sich auch das einzige Fenster ohne Lichtschutz, so dass man direkt nach draußen auf die „echte“ Landschaft entlang der Havel sehen konnte und vor allem auch einen Blick in den Innenhof des Museums Barberini hatte, in dem sich die beeindruckende Skulptur von Wolfgang Mattheuer befindet, der „Jahrhundertschritt“.

 

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Potsdam hat einen neuen Ort erhalten. Scheinbar wie aus dem Nichts steht da nun ein prachtvoller Bau. Das Museum Barberini. Eine prunkvolle Fassade, reich gegliedert mit Fenstern, Säulen und Vasen, ist wieder erstanden und ist das genaue Abbild des ursprünglichen Palastes Barberini, der im späten 18. Jahrhundert auf Befehl des preußischen Königs Friedrich II. von Gontard auf dem Alten Markt in Potsdam errichtet wurde. Schon damals ist das Palais nicht ganz ein Original, da es in Rom ein gleichnamiges Vorbild für den Palast gibt. In den letzten Kriegstagen, im April 1945, ist der preußische Palast Barberini ein Opfer des Bombenangriffs auf Potsdam geworden. Die Ruinen wurden später restlos beseitigt. Erst im Zuge des Wiederaufbaus des Stadtschlosses als Brandenburger Landtag, rückte auch das zerstörte Barberini wieder in den Vordergrund, auf Grund des städtebaulichen Leitbautenkonzeptes für den Alten Markt. Etwas Besonderes konnte man erwarten, als Hasso Plattner beschloss, mit historischer Kubatur und Fassade, das Museum Barberini an dieser Stelle zu schaffen. Schnell ging es mit dem Bau vorwärts. Vor knapp drei Jahren kündeten nur die alten Kellerreste vom historischen Palast. Und nun, seit Ende November 2016, gibt es ein fertiges Museum mit wunderbaren Räumen und Ausblicken. Und 10 Tage lang war es für die Potsdamer und allen anderen interessierten Besuchern (als noch leeres Museum) geöffnet, ohne Bilder und Skulpturen. Aber als ein Raumerlebnis der besonderen Art präsentierte es sich auf diese Art und Weise. Beeindruckend groß im Inneren, mit großen und kleinen Sälen, mit Museumscafé und Museumsshop, sorgt das Museum Barberini schon jetzt für „chronische Vorfreude“ (wie Günther Jauch es ausdrückte) auf die kommenden Ausstellungen. Die offizielle Eröffnung wird erst im Januar 2017 sein. Bereits über 300 Jahreskarten wurden in den 10 Besuchertagen vor der eigentlichen Einweihung schon verkauft.

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Mai 2013. Blick von der langen Brücke auf den noch unbebauten Teil des Alten Marktes. (Foto: Andreas Bauer)

 

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Dezember 2013. Letzter Blick auf die Reste der Kellermauern des historischen Palastes Barberini.

 

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März 2015. Der Rohbau des Palastes steht.

 

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November 2016. Die Wasserseite zur Alten Fahrt der Havel wird nun bestimmt vom neuen Museum Barberini.

 

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November 2016. Kurz vor der Eröffnung des „Empty Museum“, einem Instawalk, organisiert von Artefakt Berlin.

 

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November 2016. Leere Säle im Museum Barberini.

 

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November 2016. Blaue Stunde auf dem nun sehr belebten Alten Markt in Potsdam.

 

 

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Ein Tourist, der den weltberühmten Park Sanssouci das erste Mal besucht, wird sich nicht wundern, wenn er kurz vor der Großen Fontäne unterhalb des Weinbergs mit dem Schloss Sanssouci, diesen Herrn auf seinem hohen Sockel erblickt. Der Fotoapparat oder das Handy werden gezückt und schon wird er fotografiert mit dem Schloss im Hintergrund. Für einen Potsdamer, der nach Monaten der Abwesenheit, das erste Mal wieder durch den Park spaziert, wird es im ersten Moment überraschend sein. Wer steht da und lenkt ab vom gewohnten herrlichen Blick auf den Weinberg und das Schloss? Es ist eine Büste, die den Herzog von Bracciano zeigt. Friedrich der Große höchst persönlich ließ die Skulptur ankaufen und genau an diesem Punkt vor über 250 Jahren aufstellen. Friedrich II. tat wenig ohne Grund, wenn es um die Gestaltung seiner Parkanlagen ging. Und auch dieser Herr steht sicherlich symbolhaft an der richtigen Stelle, so wie Friedrich es bestimmt hat. Der Herzog von Bracciano lebte im 17. Jahrhundert in Italien und galt als bedeutender Kenner der Künste und Musik. Die Kustodin für Skulpuren der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten, Saskia Hüneke, vermutet sogar, dass die Büste in der Bernini-Werkstatt geschaffen wurde. Denn die Bearbeitung des harten roten Gesteins erfordert spezielle Fähigkeiten. Gearbeitet ist das Porträt aus rotem Porphyr. Nun müssen wir uns anfreunden mit dem neuen Blick auf „unser“ Schloss. Ich finde das Porträt des Herzogs mit seinem gezwirbelten Bart macht es uns nicht allzu schwer.

 

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