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Geschichten über Bilder, die irgendwann irgendwo s o n s t entstanden sind.

Christina Hanck

Christina Hanck

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Einige Wochen ist das neue Jahr schon alt. Aber bei dem grauen trüben Wetter da draußen fällt das Erinnern an die letzten Tage des Jahres 2016 nicht schwer. Aufwachen in einem anderen Land, mit Sonne über den Bergen, so begann jeder Tag, den wir Ende Dezember in Spanien verbrachten. Wir waren über den Jahreswechsel in der autonomen Provinz Aragon und wollten den Silvesterabend am Mittelmeer verbringen, in Tarragona. Schon das zweite Mal reisten wir den Zugvögeln und speziell den Kranichen nach in die südlichen Gefilde. Ein schönes Erlebnis ist es, die Kraniche an ihrem Überwinterungsort zu besuchen und das bei viel Sonnenschein in einsamer Bergwelt. Kleine Bergdörfer liegen malerisch im Gebirge. Das Grün ist zwar weg, verbrannt im langen Sommer. Aber die Erde, das Gestein und der Boden sind farbig und leuchten intensiv. Die immergrünen Oliven und Steineichen sind winterlos. Und an der flachen Lagune de Gallocanta, inmitten der farbigen Bergwelt haben die Kraniche aus Deutschland und Skandinavien ihr Winterquartier bezogen. Allein an diesem flachen See in Aragon waren es nach der offiziellen Zählung am 30.12.2016 ca. 21.500 Kraniche. Wir hatten die Muße, sie zu beobachten, an ihren Fress- und Schlafplätzen. Mich begeisterte außerdem die Landschaft.

 

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Potsdam hat einen neuen Ort erhalten. Scheinbar wie aus dem Nichts steht da nun ein prachtvoller Bau. Das Museum Barberini. Eine prunkvolle Fassade, reich gegliedert mit Fenstern, Säulen und Vasen, ist wieder erstanden und ist das genaue Abbild des ursprünglichen Palastes Barberini, der im späten 18. Jahrhundert auf Befehl des preußischen Königs Friedrich II. von Gontard auf dem Alten Markt in Potsdam errichtet wurde. Schon damals ist das Palais nicht ganz ein Original, da es in Rom ein gleichnamiges Vorbild für den Palast gibt. In den letzten Kriegstagen, im April 1945, ist der preußische Palast Barberini ein Opfer des Bombenangriffs auf Potsdam geworden. Die Ruinen wurden später restlos beseitigt. Erst im Zuge des Wiederaufbaus des Stadtschlosses als Brandenburger Landtag, rückte auch das zerstörte Barberini wieder in den Vordergrund, auf Grund des städtebaulichen Leitbautenkonzeptes für den Alten Markt. Etwas Besonderes konnte man erwarten, als Hasso Plattner beschloss, mit historischer Kubatur und Fassade, das Museum Barberini an dieser Stelle zu schaffen. Schnell ging es mit dem Bau vorwärts. Vor knapp drei Jahren kündeten nur die alten Kellerreste vom historischen Palast. Und nun, seit Ende November 2016, gibt es ein fertiges Museum mit wunderbaren Räumen und Ausblicken. Und 10 Tage lang war es für die Potsdamer und allen anderen interessierten Besuchern (als noch leeres Museum) geöffnet, ohne Bilder und Skulpturen. Aber als ein Raumerlebnis der besonderen Art präsentierte es sich auf diese Art und Weise. Beeindruckend groß im Inneren, mit großen und kleinen Sälen, mit Museumscafé und Museumsshop, sorgt das Museum Barberini schon jetzt für „chronische Vorfreude“ (wie Günther Jauch es ausdrückte) auf die kommenden Ausstellungen. Die offizielle Eröffnung wird erst im Januar 2017 sein. Bereits über 300 Jahreskarten wurden in den 10 Besuchertagen vor der eigentlichen Einweihung schon verkauft.

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Mai 2013. Blick von der langen Brücke auf den noch unbebauten Teil des Alten Marktes. (Foto: Andreas Bauer)

 

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Dezember 2013. Letzter Blick auf die Reste der Kellermauern des historischen Palastes Barberini.

 

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März 2015. Der Rohbau des Palastes steht.

 

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November 2016. Die Wasserseite zur Alten Fahrt der Havel wird nun bestimmt vom neuen Museum Barberini.

 

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November 2016. Kurz vor der Eröffnung des „Empty Museum“, einem Instawalk, organisiert von Artefakt Berlin.

 

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November 2016. Leere Säle im Museum Barberini.

 

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November 2016. Blaue Stunde auf dem nun sehr belebten Alten Markt in Potsdam.

 

 

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Ohne Foto gibt es keinen Krimi, zumindest gibt es auf fast jedem Krimi ein mehr oder weniger stimmungsvolles Bild, das schon auf das grauselige Geschehen im Buch vorbereitet. Innerhalb von wenigen Wochen habe ich zwei Krimis entdeckt, deren Coverbilder ich fotografiert habe. Darüber freue ich mich sehr. Nicht weil ich übrigens auch gern Krimis lese, sondern weil die Bilder auch noch in der Region aufgenommen wurden, in der große Teile der Handlung stattfinden. Eine schöne Symbiose, von der der Autor allerdings nichts ahnt.

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Der Herbst kommt. Und mit ihm die Sehnsucht, an die Ostsee zu fahren. Die Halbinsel Fischland-Darß-Zingst ist, neben den Inseln Rügen und Usedom, eine Region, die mir Herbst am besten gefällt. Die Strände leeren sich. Der Wind sorgt für Wolken und damit für wunderbare (romantische) Sonnenuntergänge.

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In Prerow kann man es gut aushalten, egal ob am Meer oder am Bodden. Das Auto wird nicht gebraucht. Statt dessen sorgt ein Fahrrad von einem der vielen Fahrradverleiher für die nötige Mobilität. Selbst am Rand des Darßer Waldes, der schon zum Nationalpark zählt, sind die röhrenden Rothirsche von der Ferienwohnung aus zu hören. Verlockend ist die Möglichkeit, an einem sogenannten Hirschkonzert teilzunehmen. Wenn man sich vorher rechtzeitig genug um eine Karte kümmert, sitzt man mit gut zwanzig anderen Besuchern in einer engen Holzhütte mit genügend Aussicht und lauscht zwei Stunden lang im Abendlicht den Tieren und beobachtet ihr Imponiergehabe vor den anwesenden Hirschkühen. (Fotografieren ist in der Regel nicht erlaubt, um jede Störung zu vermeiden.)

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Foto: Andreas Bauer

 

Auch der Weststrand zwischen Prerow und Ahrenshoop lockt immer wieder. Nach einer guten halben Stunde mit dem Rad durch den mächtigen Wald, ist man an dem Teil des Strandes, der immer weiter von Wind und Wellen abgetragen wird. Und so steigt man beim Strandspaziergang über abgestürzte Buchen oder Kiefern, die den Elementen nicht mehr standgehalten haben. Die Bäume, die noch stehen, sind wunderbare Motive für Fotografen.

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Ebenso reizvoll finde ich persönlich auch die bunten Holztüren in den Orten auf dem Darß und Fischland, die sogenannten Darßer Türen. Es gibt alte, restaurierte Türen – aber die Kunsttischlerei Roloff, die schon vor über 100 Jahren diese Türen mit traditionellen Motiven hergestellt hat, gibt es immer noch. Auch dadurch bleibt das typische Erscheinungsbild der reetgedeckten Häuser erhalten.

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In Ahrenshoop und Zingst gibt es zwei Neubauten, die allerdings durch ihre moderne Architektur auffallen. Es ist einmal das Kunstmuseum Ahrenshoop mit einer sehenswerten Gemäldesammlung und in Zingst ist es das Zentrum der Naturfotografie, das Max-Hünten-Haus. In beiden Einrichtungen findet man interessante Anregungen. Auch für das Fotografieren in der herbstlichen Natur des Darß.

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