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Geschichten über Bilder, die irgendwann irgendwo s o n s t entstanden sind.

1898

Auf unserem Balkon entdeckten wir heute diesen großen Käfer. Es ist ein Moschusbock, ein seltener und geschützter Käfer. Nach kurzer Pause, in der wir ihn bewundern konnten, flog er wieder von dannen.

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Einchecken im Hotel Mercure in Potsdam, mit einem inneren Lächeln, wegen der Anreise, der Vertrautheit der umliegenden Gebäude, Straßen und Plätze, wegen der Anreise mit dem Fahrrad. Von Babelsberg nach Potsdam ging die Reise. Einmal im Hotel Mercure in Potsdam übernachten. Von oben auf Potsdam schauen, eine ganze Nacht lang. Diesen Wunsch hatte ich schon lange und in Form eines Geburtstagsgeschenkes konnte ich ihn mir nun erfüllen. Das ehemalige Interhotel, nun Hotel Mercure, ist durch seine architektonische Präsens im Zentrum von Potsdam umstritten. Gebaut in den 1960er Jahren als ein Symbol des Fortschritts, aber auch als ein Symbol für die vermeintlich bessere Gesellschaftsordnung. Nun soll es abgerissen werden, zumindest nach Meinung einiger oder vieler Menschen in Potsdam. Die Debatte um diesen Abriss erscheint ideologisch aufgeladen. Am aktuellen städtebaulichen Wettbewerb um den Lustgarten nehmen sieben Planungsbüros teil. Alle sieben favorisieren den Abriss des Hotelbaus um die Sichtverbindung zwischen Landtagsschloss und Lustgarten herzustellen. Aber diese Verbindung gibt es nicht mehr. Auch ohne Hotel-Hochhaus bliebe der hauptsächliche städtische Raum des ehemaligen Lustgartens – Teile davon waren jahrhundertelang übrigens Exerzier- und Aufmarschplatz für die preußische Armee – reserviert für den starken Autoverkehr und auch für die Trasse der öffentlichen Verkehrsmittel. Auch ohne Hotel blieben die unansehnlichen, riesigen, betonierten, asphaltierten und gepflasterten Flächen rund um das Landtagsschloss erhalten. Die Frage des ursprünglichen Lustgartens, so wie einmal angelegt wurde, im ausgehenden 17. Jahrhundert, scheint sich den Abrissbefürwortern nicht zu stellen. Die verkehrstechnische Problematik wird so gut wie nie in diesem Zusammenhang diskutiert.

Das Hotel ist gut ausgelastet. Es brauchte einige Anläufe, ehe ich eine passende Reservierung hatte, um dann auch meinen Geburtstagsgutschein einzulösen. Ja, ich wollte einmal in diesem Hotel sein, nicht nur um der aktuellen Debatte nachzuspüren, sondern auch um ein wenig in der eigenen Vergangenheit zu wühlen. Als Kind und Jugendliche waren es der Intershop des Hotels und das Terrassencafé, die mich faszinierten. Oder mich lockte die Teilnahme am Malwettbewerb „Asphalt und Kreide“, der in den 1970er Jahren rund um das Hotel stattfand. An diese Erlebnisse und andere im Zusammenhang mit dem ehemaligen Interhotel konnte ich in Ruhe denken, beim Blick auf das abendliche Potsdam und beim üppigen Frühstücksbuffet am darauffolgenden Morgen.

 

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Blick von der Havel auf das Hotel und die Nikolaikirche.


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Da sich an den kleinen Grundrissen der Zimmer nichts ändern lässt, wurden Bad und Garderobe sehr geschickt und platzsparend eingebaut.

 

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Einige Details im Inneren des Hotelzimmers. 

 

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Blick direkt aus dem Zimmer (in der 10. Etage) in Richtung Westen, auf Teile des ehemaligen Lustgartens bzw. Exerzierplatzes. 

 

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Blick von der Notausgangstreppe in die südliche Richtung auf den Brauhausberg, die Havel, die Speicherstadt und Teile des wiederhergestellten Lustgartens mit dem Neptunbecken. Die landschaftliche Schönheit des waldreichen Havelufes überzeugte den Großen Kurfürsten, Potsdams altes kleines Renaissanceschloss zu einer prachtvollen barocken Residenz umzubauen.

 

 

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2022

Nun ist er fertig – der neue Kalender im CD-Format. Der Verein zur Förderung lokaler Wasserprojekte in Entwicklungsländern ist der Herausgeber des Kalenders. Das Thema der Fotos von Andreas Bauer ist die Ostseeküste Mecklenburg-Vorpommerns. Der größere Teil der Bilder ist auf Reisen entstanden. Zwei der Fotos (Februar und November) zeigen ein aktuelles Untersuchungsgebiet des Institutes für Erd- und Umweltwissenschaften der Universität Potsdam in der Nähe von Markgrafenheide.

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Letzte Sommernachmittage ertragen sich so gut. Angenehme Wärme und mildes Licht passen gut zusammen. Wenn dann noch ereignisreiche Tage, wie die letzten, dazu kommen, ist der Genuss des Spätsommers nochmal so schön. Wenn alle aus dem Urlaub zurück sind, gehen sie los, die Veranstaltungen überall. Da war letzte Woche der „Kreativ-Dialog: 6x6 - Netzwerkabend“ in der Villa Schöningen an der Glienicker Brücke zu Gast. Sechs Kreative (einzeln, manchmal auch als Paar) stellten ihre kreative Arbeit in jeweils sechs Minuten vor. Letzte Sonnenstrahlen fielen durch die Bäume des Parks der Villa.

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Die Künstlerin Beret Hamann stellte vor einigen Tagen dagegen sogar ihr Bett im Rahmen des Kunstprojektes „Faszination und Fassade“ (im öffentliche Raum rund um den Alten Markt) in den Staudenhof. Sie ließ sich 24 Stunden lang (auch in der Nacht) Geschichten über Potsdam von Passanten erzählen. Selbst die Bundesregierung öffnete am letzten Wochenende im August ihre Gärten und Häuser und ließ (neben einem allgemeinen Informationsprogramm, zeitweise wundervolle Musik erklingen.

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Ich selbst erlebte meine Stadt auch ein wenig anders. Denn bei meiner Stadtführung an einem etwas verregneten Samstagnachmittag, führte ich die Gäste zu interessanten, aber auch furchtbaren Orten der jüngeren Potsdamer Stadtgeschichte. Orte, an denen man nicht oft ist. Orte, die erhalten bleiben und erinnern! Es ging einmal von Süden nach Norden quer durch die Stadt, von der Anlegestelle des Wassertaxis an der Langen Brücke bis hin zur Meierei am Ufer des Jungfernsees, am Rande des Neuen Gartens.

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Und als wäre das nicht schon genug, gab es noch wahre Geschichten von einer der besten Freundinnen, die ich habe, aus dem fernen Sibirien. Sie erzählte, gerade zurück, vom Baikalsee, den Menschen dort, der Taiga, den Mooren und den Wolfsspuren. Und zu guter Letzt erlebte ich noch eine Veranstaltung im Potsdamer Nikolaisaal, aus Anlass des 275-jährigen Jubiläums der Schulgründung der Großen Stadtschule, 1739, aus der das spätere Helmholtz-Gymnasium hervorging.

 

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